„Das ist mir zu teuer.“ Kaum ein Satz bringt im Verkaufsgespräch mehr Menschen ins Schwitzen. Das Herz schlägt schneller, und die Antwort kommt schneller, als man denken kann.
Meist sind es drei Reflexe: erklären, rechtfertigen oder gleich nachgeben. Alle drei beantworten eine Frage, die noch gar nicht gestellt wurde.
Was „zu teuer“ oft bedeutet
Der Satz klingt nach einer Aussage über Geld. In der Praxis steckt häufig etwas anderes dahinter:
- „Ich sehe den Nutzen noch nicht.“ Der Kunde hat nicht verstanden oder nicht gespürt, was er davon hat.
- „Das muss ich erst intern klären.“ Die Entscheidung liegt gar nicht allein bei ihm.
- „Ich vergleiche gerade mit etwas ganz anderem.“ Er misst dein Angebot an einem Maßstab, den du nicht kennst.
Welche Variante vorliegt, erfährst du nur, wenn du fragst.
Die ruhige Gegenfrage
Eine Frage, die in vielen Gesprächen hilft: „Zu teuer im Verhältnis wozu?“ Sie ist freundlich und neugierig, sie verteidigt nichts. Und sie lädt den anderen ein, seinen Maßstab zu nennen.
Danach gilt: zuhören. Nicht unterbrechen, nicht sofort erklären. Erst wenn klar ist, was dahintersteckt, lässt sich sinnvoll antworten.
Einwände sind kein Angriff
Es hilft, einen Einwand nicht als Widerstand zu lesen. Oft ist er der ehrlichste Moment im Gespräch, weil der andere dir sagt, woran es hakt. Wer nichts sagt und höflich verschwindet, gibt dir diese Chance nicht.
Wenn du dich vorbereitest, hast du für die häufigsten Einwände schon eine Gegenfrage im Kopf. Das nimmt die Anspannung, und du kannst im Gespräch bleiben, statt in den Reflex zu rutschen.
Wo du das vertiefen kannst
Einwände sind ein Thema im Videokurs Master of Sales. Der Kurs ist ein Selbstlernkurs für Unternehmer: in deinem Tempo, mit Arbeitsblättern. Die Stimme im Kurs ist KI-generiert.
Zum Mitnehmen: Welchen Einwand hörst du am häufigsten? Schreib ihn auf, und formuliere dazu eine ruhige Gegenfrage. Das dauert eine Viertelstunde und macht das nächste Gespräch spürbar leichter.
