In vielen Firmen nutzt das Team KI längst, ohne dass jemand das je offiziell beschlossen hätte. Einer fragt einen Chat-Assistenten nach einem Textentwurf, jemand anderes lässt sich eine E-Mail umformulieren, der Dritte probiert ein Bildwerkzeug aus. Das ist verständlich, denn die Werkzeuge helfen. Es führt aber zu einer Frage, die selten laut gestellt wird: Wissen eigentlich alle, was dabei erlaubt ist?
Wo es im Alltag hakt
Meistens liegt das Problem nicht in der Technik, sondern in fehlenden Absprachen. Typische Stellen:
- Werkzeuge: Jeder nimmt ein anderes, und keiner weiß genau, was damit mit den eingegebenen Daten passiert.
- Eingaben: Kundennamen, interne Zahlen oder Passwörter landen im Eingabefeld, weil es schnell gehen muss.
- Freigabe: Ein Text geht raus, ohne dass ein Mensch ihn noch einmal gelesen hat.
- Kennzeichnung: Niemand ist sicher, wann man sagen muss, dass KI im Spiel war.
Vier Regeln, die in der Praxis tragen
Gute Regeln sind kurz. Sie passen auf eine Karte und lassen sich im Gespräch erklären:
- Nur freigegebene Werkzeuge. Die Firma legt fest, welche Werkzeuge für welche Aufgaben genutzt werden dürfen.
- Keine Daten, die nicht hineingehören. Statt echter Namen nimmst du erfundene Beispielnamen. Wenn du nicht weißt, wo die Daten landen, gibst du sie nicht ein.
- Der Mensch gibt frei. Das Werkzeug arbeitet vor, ein Mensch prüft und verantwortet das Ergebnis.
- Kennzeichnen, wo es nötig ist. Bilder, Videos und Stimmen aus KI werden gekennzeichnet. Bei Texten klärst du im Zweifel mit der verantwortlichen Person.
Warum eine kurze Schulung hilft
Regeln auf Papier ändern wenig, wenn sie niemand kennt. Hilfreich ist eine kurze, praxisnahe Schulung, in der Mitarbeiter die Regeln an eigenen Beispielen durchgehen. Genau dafür haben wir die KI-Kompetenzschulung für Mitarbeiter gebaut: kurze Videolektionen, zu jeder ein Arbeitsblatt, das du mit Beispielen aus deiner eigenen Arbeit füllst, und eine Teilnahmebestätigung, die deine Firma ausfüllt. Die Stimme im Kurs ist KI-generiert.
Wer erst einmal wissen möchte, welche Fragen er seinem KI-Anbieter stellen sollte, findet im KI-Leitfaden eine Liste dazu.
Praxisorientierte Schulung zum Umgang mit KI-Werkzeugen. Arbeitshilfe zur Umsetzung der KI-Verordnung, keine Rechtsberatung. Was in deiner Firma gilt, legt deine Firma fest.
Zum Mitnehmen
Schreibe heute auf, welche KI-Werkzeuge in deinem Team tatsächlich genutzt werden und welche Eingaben du auf keinen Fall im Eingabefeld sehen willst. Zwei Spalten genügen. Das ist der erste Schritt zu Regeln, die alle verstehen.
